Die Tätigkeit als Schneesportübungsleiter ist eine große Herausforderung, die viel Freude bereitet. Um festzustellen, ob die notwendigen persönlichen und körperlichen Fähigkeiten vorhanden sind, ist eine vereinsinterne Beratung und Sichtung von erfahrenen Skilehrern sinnvoll.

Alle Ausbildungsstufen sind auf die Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Ski Verbandes (DSV) abgestimmt. Somit werden die entsprechenden breitensportlichen Trainerlizenzen und auch die DOSB-Lizenzen erworben. Die im Folgenden dargestellte Struktur gilt für alle Disziplinen, die im Schnee ausgebildet werden.

DSV-Grundstufe
Trainer-C Breitensport 120LE

Die erste Lizenzstufe qualifiziert für die Schulung von Anfängern und Fortgeschrittenen in der jeweiligen Disziplin. Die Ausbildung ist in drei Lehrgänge aufgeteilt:

Theorielehrgang

Hier werden sportartübergreifende Basisqualifikationen ohne Prüfung vermittelt. Dieser Kurs wird auch in dieser Saison durch uns direkt angeboten (03.09. und 04.09.2016 in Bremen).

Alternativ können Lehrgänge beim Landessportbund Bremen oder einem anderen Landessportbund besucht werden. Ausschreibung, Termine und Anmeldung für den Theorielehrgang findet ihr unter: http://www.landesskiverband-bremen.de oder Landessportbund Bremen e.V. -Bildungswerk-, Auf der Muggenburg 30, 28217 Bremen, Telefon: 0421/79287-16, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Praxislehrgang

Dies ist der disziplinspezifische Teil der Ausbildung, der noch in Bremen (24.09.2016) und einer Skihalle (25.09.2016) stattfindet. Hier werden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für die Aufgaben als Übungsleiter Ski bzw. Snowboard vermittelt. Im Rahmen des Praxislehrgangs werden am zweiten Tag in einer Skihalle grundlegende Technikinhalte vermittelt und es erfolgt eine Beurteilung des persönlichen Fahrkönnens aber keine Prüfung.

Schneelehrgang

Dies ist ebenfalls ein disziplinspezifischer Lehrgang, der den Schwerpunkt der Ausbildung und Prüfung im Schnee hat. Nach intensiver Schulung werden die Aspiranten in den Bereichen Lehreignung (zwei Lehrproben), Praxis (Demo- und Fahrkönnen) und Theorie (Klausur) geprüft und bewertet. Der Lehrgang hat eine Dauer von sechs Tagen und findet in den Alpen statt.

Persönliches Wissen und Können

Die Anforderungen der angestrebten Tätigkeit sind sehr vielfältig und anspruchsvoll. Damit insbesondere der Schneelehrgang erfolgreich absolviert werden kann, sollten die theoretischen Grundlagen und die Terminologie der jeweiligen Disziplin präsent sein. Eine gute körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung für das Erreichen der praktischen Ziele. Das jeweilige Sportgerät sollte auf allen Pisten und bei jeder Gelände-, Wetter- und Schneesituation sicher beherrscht werden. Technik und Tempo sollten situationsgerecht angepasst werden können.

Unterrichtsmaterialien

Für die Lehrgangsvorbereitung der jeweiligen Disziplinen sind die aktuellen DSV-Lehrpläne maßgeblich, die über uns für die Trainer-C Ausbildung mitgeliefert werden und im Lehrgangspreis enthalten sind (disziplinspezifische Lehrplan, Lehrplan Freeride/Risikomanagement und DSV-Theorielehrbuch).

Zulassungsvoraussetzungen

Vollendung des 16. Lebensjahres

Nachweis 9-stündige Erste-Hilfe-Grund-ausbildung (nicht älter als 2 Jahre)

Mitgliedschaft in einem Verein, der einem Landesskiverband angehört

Beantragung des DSV-Leistungspakets (siehe DSV-Homepage)

Ausbildungsverlauf

Es ist anzustreben, alle Ausbildungsteile in einer Saison zu absolvieren. Die Lehrgänge können aber auch in zwei aufeinander folgenden Jahren besucht werden. Theorielehrgang und Praxislehrgang müssen vor dem Schneelehrgang besucht werden.

Anerkennung von Ausbildungsteilen und Prüfungen

Einzelne Ausbildungsteile können, wenn die Inhalte und Umfänge entsprechend sind, anerkannt werden. Entsprechende Anträge sind vor dem Besuch der jeweiligen Lehrgänge zusammen mit plausiblen Dokumentationen einzureichen.

Curricula, Prüfungen

Die Abläufe und Inhalte der Lehrgänge und Prüfungen sind durch den DSV geregelt. Die jeweils gültigen Unterlagen können unter www.deutscherskiverband.de eingesehen bzw. bestellt werden.

DSV-Instructor
Trainer-B Breitensport 60LE

Die zweite Ausbildungsstufe (Trainer-B Breitensport) wird beim DSV als Instructor bezeichnet.

Wer sein Wissen und Können im Anfänger- und Fortgeschrittenenunterricht gefestigt hat, kann den nächsten Ausbildungs- und Prüfungslehrgang besuchen.

Eingangsvoraussetzungen sind eine gültige Grundstufenlizenz, die Vollendung des 17. Lebensjahres und der Nachweis an einer 9-stündigen Erste-Hilfe-Grund-ausbildung (nicht älter als 2 Jahre). Instructoren werden befähigt und sind berechtigt, Unterricht für alle Könnensstufen durchzuführen.

Für die Ausbildung zum Instructor ist nur die erfolgreiche Teilnahme an dem 6-tägigen Schneelehrgang mit Praxisprüfung und Lehrprobe erforderlich. Die Theorie wird dort auf dem Lehrgang vermittelt und geprüft.

Sichtung zum DSV-Skilehrer

Der Sichtungskurs dient der Vorbereitung auf den DSV-Skilehrerlehrgang. Bei erfolgreicher Sichtung besteht die Möglichkeit die DSV-zentralen Lehrgänge zu besuchen. Die Teilnahme am Sichtungskurs gilt gleichzeitig als Fortbildung und beinhaltet dementsprechend eine Verlängerung der Instructorlizenz für drei Jahre.

DSV-Ski-/Snowboardlehrer
Trainer-A Breitensport 120LE

Dies ist höchste Ausbildungsstufe im DSV. Wer sich dieser Herausforderung stellt, sollte das notwendige Talent, hervorragendes Können und eine gute Portion Trainingsfleiß mitbringen.

Die notwendigen Ausbildungslehrgänge werden zentral durch den DSV organisiert und durchgeführt. Nach einer entsprechenden Sichtung erfolgt die Meldung durch den zuständigen Landesverband an den DSV. Der LSVB und seine Mitgliedsvereine übernehmen die inhaltliche und technische Vorbereitung im Rahmen der Nachwuchsförderung des Lehrwesens.

Fortbildungen

Eine dreitägige Fortbildung verlängert die Grundstufen- bzw. Instructorlizenz um drei Jahre. Werden nur zwei Tage der Fortbildung besucht, verlängert sich die Lizenz um zwei Jahre. Bei DSV-Skilehrern ist grundsätzlich nur eine Verlängerung der Lizenz um zwei Jahre möglich.

Laut dem DSV-Curriculum erkennt der Landesskiverband Bremen neben unseren eigenen Fortbildungskursen folgende Fortbildungen an:

Jede veröffentlichte Fortbildung aller ausschreibenden Landesverbände im DSV

Für eine 2-jährige Verlängerung eine Teilnahme an schneesportfremden Seminaren im Breitensportbereich z.B. des Landessportbundes

Es kann in Ausnahmefällen eine von euch geplante Fortbildung genehmigt werden, wenn vor dem Fortbildungstermin Inhalte und Veranstalter mit dem Referat Lehrwesen abgesprochen werden.

Ansprechpartner

Andreas Fichtner
Referent Lehrwesen
Tel. (0421) 69 59 433
fichtner@uni-bremen.de