// Der Weg zur DSV Schneelehrkraft

Die Tätigkeit als Schneesportübungsleiter ist eine große Herausforderung, die viel Freude bereitet. Um festzustellen, ob die notwendigen persönlichen und körper-lichen Fähigkeiten vorhanden sind, ist eine vereinsinterne Beratung und Sichtung von erfahrenen Skilehrern sinnvoll.

Alle Ausbildungsstufen sind auf die Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Skiverbandes (DSV) abgestimmt. Somit werden die entsprechenden breitensportlichen Trainerlizenzen und auch die DOSB-Lizenzen erworben. Hierbei können die Ausbildungsstufen DSV-Grundstufe  (Trainer-C Breitensport), DSV-Instruktor  (Trainer-B Breitensport) und DSV-Skilehrer (Trainer- A Breitensport) erreicht werden.

Die auf den folgenden Seiten dargestellte Struktur mit ihren Ausbildungswegen gilt für alle Disziplinen, die im Schnee ausgebildet werden.

 // DSV-Grundstufe
    Trainer-C Breitensport 120LE

 Die erste Lizenzstufe qualifiziert für die Schulung von Anfängern und Fortgeschrittenen in der jeweiligen Disziplin. Die Ausbildung ist in drei Lehrgänge aufgeteilt:

 // Theorielehrgang

Hier müssen sportartübergreifende Basisqualifikationen ohne Prüfung erworben werden. Dieser Kurs soll in diesem Jahr in Eigenstudium nach der Teilnahme am Praxislehrgang erfolgen. Alternativ können Lehrgänge beim Landesportbund Bremen oder einem andern Landessportbund besucht werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass dieser Teil der Ausbildung durch eine Übungsleiterlizenz, die in einer anderen Disziplin erworben wurde, anerkannt wird.

 // Praxislehrgang

Dies ist der disziplinspezifische Teil der Ausbildung, der noch in Bremen und einer Skihalle stattfindet (26. + 27.09.2020). Hier werden grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für die Aufgaben als Übungsleiter Ski bzw. Snowboard vermittelt. Im Rahmen des Praxislehrgangs werden am zweiten Tag in einer Skihalle grundlegende Technikinhalte vermittelt und es erfolgt eine Beurteilung des persönlichen Fahrkönnens aber keine Prüfung.

 // Schneelehrgang

Dies ist ebenfalls ein disziplinspezifischer Lehrgang, der den Schwerpunkt der Ausbildung und Prüfung im Schnee hat. Nach intensiver Schulung werden die Aspiranten in den Bereichen Lehreignung (zwei Lehrproben), Praxis (Demo- und Fahrkönnen) und Theorie (Klausur) geprüft und bewertet. Der Lehrgang hat eine Dauer von sechs Tagen und findet in den Alpen statt.

 // Persönliches Wissen und Können

Die Anforderungen der angestrebten Tätigkeit sind sehr vielfältig und anspruchsvoll. Damit der Schneelehrgang erfolgreich absolviert werden kann, sollten die theoretischen Grundlagen und die Terminologie der jeweiligen Disziplin präsent sein. Eine gute körperliche Fitness ist Grundvoraussetzung für das Erreichen der praktischen Ziele. Das jeweilige Sportgerät sollte auf allen Pisten und bei jeder Gelände-, Wetter- und Schneesituation sicher beherrscht werden. Technik und Tempo sollten situationsgerecht angepasst werden können.

 // Unterrichtsmaterialien

Für die Lehrgangsvorbereitung der jeweiligen Disziplinen sind die aktuellen DSV-Lehrpläne maßgeblich, die über uns für die Trainer-C Ausbildung mitgeliefert werden und im Lehrgangspreis enthalten sind (disziplinspezifische Lehrplan, Lehrplan Freeride/Risikomanagement und DSV-Theorielehrbuch).

// Zulassungsvoraussetzungen

  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • Nachweis 9-stündige Erste-Hilfe-Grund-ausbildung (nicht älter als 2 Jahre)
  • Mitgliedschaft in einem Verein, der einem Landesskiverband angehört
  • Beantragung des DSV-Leistungspakets

// Ausbildungsverlauf

Es ist anzustreben, alle Ausbildungsteile in einer Saison zu absolvieren. Die Lehrgänge können aber auch in zwei aufeinander folgenden Jahren besucht werden. Theorielehrgang und Praxislehrgang müssen vor dem Schneelehrgang besucht werden.

 // Curricula, Prüfungen

Die Abläufe und Inhalte der Lehrgänge und Prüfungen sind durch den DSV geregelt. Die jeweils gültigen Unterlagen können unter www.deutscherskiverband.de eingesehen bzw. bestellt werden.

 // Anerkennung von Ausbildungsteilen und Prüfungen

Einzelne Ausbildungsteile können, wenn die Inhalte und Umfänge entsprechend sind, anerkannt werden. Entsprechende Anträge sind vor dem Besuch der jeweiligen Lehrgänge zusammen mit plausiblen Dokumentationen einzureichen.

 

// DSV-Instructor
    Trainer-B Breitensport 60LE

 Wer sein Wissen und Können im Anfänger und Fortgeschrittenenunterricht gefestigt hat, kann den nächsten Ausbildungs- und Prüfungslehrgang besuchen.

Eingangsvoraussetzungen sind eine gültige Grundstufenlizenz, die Vollendung des
17. Lebensjahres und der Nachweis an einer 9-stündigen Erste-Hilfe-Grundausbil-dung (nicht älter als 2 Jahre). Instructoren werden befähigt und sind berechtigt, Unterricht für alle Könnensstufen durchzuführen.

Für die Ausbildung zum Instructor ist die erfolgreiche Teilnahme an dem
6-tägigen Schneelehrgang mit Praxisprüfung und Lehrprobe erforderlich. Die Theorie wird dort auf dem Lehrgang vermittelt und geprüft.

// DSV-Ski-/Snowboardlehrer
    Trainer-A Breitensport 120LE

 Dies ist höchste Ausbildungsstufe im DSV. Wer sich dieser Herausforderung stellt, sollte das notwendige Talent, hervor-ragendes Können und eine gute Portion Trainingsfleiß mitbringen.

 // Sichtung zum DSV-Skilehrer

Der Sichtungskurs dient der Vorbereitung auf den DSV-Skilehrerlehrgang. Bei erfolgreicher Sichtung besteht die Möglichkeit die DSV-zentralen Lehrgänge zu besuchen. Die Teilnahme am Sichtungskurs gilt gleichzeitig als Fortbildung und beinhaltet dem-entsprechend eine Verlängerung der Instructorlizenz für drei Jahre.

// Ausbildung zum DSV-Skilehrer

Die notwendigen Ausbildungslehrgänge werden zentral durch den DSV organisiert und durchgeführt. Nach einer entsprechen-den Sichtung erfolgt die Meldung durch den zuständigen Landesverband an den DSV. Der LSVB und seine Mitgliedsvereine übernehmen die inhaltliche und technische Vorbereitung im Rahmen der Nachwuchsförderung des Lehrwesens.

 

// Fortbildungen

 Eine dreitägige Fortbildung verlängert die Grundstufen- bzw. Instructorlizenz um drei Jahre. Werden nur zwei Tage der Fortbildung besucht, verlängert sich die Lizenz um zwei Jahre. Bei DSV-Skilehrern ist grundsätzlich nur eine Verlängerung der Lizenz um zwei Jahre möglich.

Laut dem DSV-Curriculum erkennt der Landesskiverband Bremen neben unseren eigenen Fortbildungskursen folgende Fortbildungen an:

  • Jede veröffentlichte Fortbildung aller ausschreibenden DSV-Landesverbände
  • Für eine 2-jährige Verlängerung eine Teilnahme an schneesportfremden Seminaren im Breitensportbereich z.B. des Landessportbundes
  • In Ausnahmefällen kann eine von euch geplante Fortbildung genehmigt werden, wenn vor dem Fortbildungstermin Inhalte und Veranstalter mit dem Referat Lehrwesen abgesprochen werden.

 

// Anmeldung

 Zum Anmelden verwendet bitte das Anmeldeformular

// Lizenzausstellung und
    Lizenzverlängerung

 Die Ergebnisse von Aus- und Fortbildung werden durch den LSVB beim DSV-Card-Service hinterlegt. Alle Ausweise werden durch den DSV-Card-Service ausgestellt bzw. verlängert. Der Antrag ist unter www.deutscherskiverband.de zu stellen.

 

// Bildungsurlaub

Für die Aus- und Fortbildung kann in diesem Jahr erstmalig Bildungsurlaub in Anspruch genommen werden. Interessierte Bewerber müssen sich unter Beifügung ihrer verbindlichen Anmeldung frühzeitig beim Landesskiverband Bremen melden. Wir erstellen dann in Zusammenarbeit mit dem Bildungsreferat des Landessportbundes Bremen ein Anschreiben für den/die Bewerber/in zur Weitergabe an den jeweiligen Arbeitgeber. Wenn keine vorrangigen betrieblichen Gründe dagegen sprechen, hat der Arbeitgeber zuzustimmen. Der Antrag muss 4 Wochen vor Beginn der Maßnahme beim Arbeitgeber eingehen.

Der Bildungsurlaub gilt für Arbeitnehmer in bremischen Betrieben,  für Arbeitnehmer in niedersächsischen Betrieben gilt ein ähnliches Verfahren.

Ansprechpartner

Julia Samii
und
Ramin Meschgbu

Referenten Lehrwesen
Tel. +49 176 23 36 36 33
lehrwesen@landesskiverband-bremen.de